Dieser Text ist Teil der Diplomarbeit von Benjamin Wurster »Über Inspiration. Anregungen und Gedanken«. Alle Texte dieses Projektes werden unter der Kategorie Diploma veröffentlicht. Wer einen Überblick über die gesamte Arbeit bekommen möchte, beginnt man am besten beim Vorwort. Dieser Text gehört zum zweiten Kapitel: Inspiration.

Im siebten Vers des zweiten Kapitels wird in der Bibel bereits der Begriff der Inspiration verwendet:

»Da formte Gott, der Herr, aus der Erde den Menschen und blies ihm den Atem des Lebens in die Nase. So wurde der Mensch lebendig.«

Die Bibel (NLB), 1. Mose 2,7

Der erste Akt der Inspiration war also buchstäblich ein Akt des Einhauchens und hatte einen lebensspendenden Zweck. Wie wir in Kapitel eins bereits gesehen haben, ist die Schöpfung ein hochkreativer Prozess. Und die Schaffung neuen Lebens ist demnach die ursprünglichste und reinste Form von Kreativität. Immer wieder wird in der Bibel von Menschen berichtet, die Eingebungen von Gott erhalten haben. Die Herkunftsrichtung der Inspiration ist hier also auch wieder die von oben. 

Der Prophet Hesekiel im alten Testament zum Beispiel konnte mehrere Visionen sehen, bevor Gott direkt zu ihm sprach.

»›Steh auf, Menschenkind‹, sagte er, ›ich will mit dir reden.‹ Während er sprach, erfüllte mich Gottes Kraft und stellte mich auf die Füße. Und ich hörte, was er zu mir sagte«, schreibt Hesekiel.

Die Bibel (NLB), Hesekiel 2,1–2

Doch die Bibel beinhaltet nicht nur Berichte über Momente göttlicher Inspiration, sie selbst gilt auch als von Gott eingegeben.

Die Bibel wird oft als das »Wort Gottes« bezeichnet. Dies kommt unter anderem daher, dass jedes Wort der Bibel als von Gott inspirierte Wahrheit betrachtet wird. Da also alles, was in der Bibel steht, von Gott eingegeben und genau so gewollt ist, gilt sie als Grundlage des christlichen Glaubens. Sie kann somit auch selbst als Inspirationsquelle dienen, in der Gott direkt zu einem spricht. Der Apostel Paulus schreibt in seinem zweiten Brief an die Gemeinde in Thessaloniki:

»Denn alles, was in der Schrift [Bibel] steht, ist von Gottes Geist eingegeben, und dementsprechend groß ist auch der Nutzen der Schrift: Sie unterrichtet in der Wahrheit, deckt Schuld auf, bringt auf den richtigen Weg und erzieht zu einem Leben nach Gottes Willen.«

Die Bibel (NGÜ), 2. Thimotheus 3,16

Der tägliche Umgang und die regelmäßige Lektüre der Bibel kann also bei praktischer Anwendung zu einem von Gott inspirierten Leben führen.

Gott spricht in der Bibel immer wieder auf verschiedene Arten zu Menschen: durch die Bücher der Bibel selbst, durch Träume, Visionen, Prophetien und auch durch das Reden anderer Personen. Wie das genau aussah und was davon für uns in der heutigen Zeit immer noch Relevanz hat, werde ich in Kapitel vier genauer thematisieren. 

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