Dieser Text ist Teil der Diplomarbeit von Benjamin Wurster »Über Inspiration. Anregungen und Gedanken«. Alle Texte dieses Projektes werden unter der Kategorie Diploma veröffentlicht. Wer einen Überblick über die gesamte Arbeit bekommen möchte, beginnt man am besten beim Vorwort. Dieser Text gehört zum vierten Kapitel: Eingebung.

Seit Pfingsten, als die Jünger Jesu mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden, ist es für jeden Menschen möglich, den Geist Gottes und seine übernatürlichen Gaben zu empfangen. Das Empfangen des Heiligen Geistes bedeutet nicht, dass er von diesem Zeitpunkt an Besitz von einem ergreift und einen zwingt, irgendwelche Dinge zu tun, die man gar nicht möchte. Es bedeutet vielmehr, dass von bestimmten göttlichen Gaben in entsprechenden Situationen Gebrauch gemacht werden kann, und dass man bereit dazu ist, sich auf Übernatürliches einzulassen. Der Heilige Geist ist in erster Linie ein Geschenk, das man annehmen kann oder auch nicht. Gott würde ihn nie jemandem aufzwingen, der ihn nicht will. 

Jesus selbst redete nicht nur einmal von Gottes guter, väterlichen Art. Gott ist das Gute in Person und will immer nur das Beste für die Menschen. Jesus sagte einmal:

»Wenn also ihr, die ihr doch böse seid, das nötige Verständnis habt, um euren Kindern gute Dinge zu geben, wie viel mehr wird dann der Vater im Himmel denen den Heiligen Geist geben, die ihn darum bitten.«

Die Bibel (NGÜ), Lukas 11,13

Der Heilige Geist ist ein Geschenk, das so viel wert ist, dass man es eigentlich nicht verdienen würde. Gott der Vater aber liebt seine Kinder (und alle Menschen) so sehr, dass er seinen Geist trotzdem gerne verschenkt.

Letztlich sind es nur wenige (aber entscheidende) Schritte, die man gehen muss, um die Gaben des Heiligen Geistes empfangen zu können. Im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte gibt Petrus Anweisungen dafür und erklärt, was zu tun ist, wenn man das Geschenk Gottes annehmen möchte:

»›Kehrt um‹, erwiderte Petrus, ›und jeder von euch lasse sich auf den Namen von Jesus Christus taufen! Dann wird Gott euch eure Sünden vergeben, und ihr werdet seine Gabe, den Heiligen Geist, bekommen.‹« 

Die Bibel (NGÜ), Apostelgeschichte 2,38

Das erste, was Petrus hier sagt, ist also: »Kehrt um«. Umzukehren bedeutet, selbst einzusehen, dass man ein fehlerhafter Mensch ist, und zu erkennen, wo man in seinem Leben auf dem falschen Weg war. Es bedeutet, dass man dann seine Fehler im Gebet – also im Gespräch mit Gott – bekennt und um Vergebung für diese bittet. Der zweite Schritt, den Petrus an dieser Stelle aufzeigt, ist: »und jeder von euch lasse sich auf den Namen von Jesus Christus taufen!« Sich auf den Namen von Jesus taufen zu lassen, bedeutet zunächst einmal, anzuerkennen, dass Jesus alle Fehltritte, die man persönlich gemacht hat, auf sich genommen hat und stellvertretend dafür mit dem Tod bezahlt hat. Es bedeutet zu glauben, dass Jesus dadurch die persönliche Verbindung zu Gott für jeden Einzelnen wieder hergestellt hat. Und es bedeutet dann, im nächsten Schritt diesen Glauben durch den Akt der Taufe öffentlich zu bekennen. 

Wenn diese beiden Schritte – das Umkehren und die Taufe – schließlich getan sind, steht dem Empfangen des Geistes Gottes, wie Petrus schreibt, nichts mehr im Wege: »Dann wird Gott euch eure Sünden vergeben, und ihr werdet seine Gabe, den Heiligen Geist, bekommen.«

Um unsere Webseite für dich optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhältst du in unserer Datenschutzerklärung.