Dieser Text ist Teil der Diplomarbeit von Benjamin Wurster »Über Inspiration. Anregungen und Gedanken«. Alle Texte dieses Projektes werden unter der Kategorie Diploma veröffentlicht. Wer einen Überblick über die gesamte Arbeit bekommen möchte, beginnt man am besten beim Vorwort. Dieser Text gehört zum zweiten Kapitel: Inspiration.

Mit den bis zu diesem Punkt gewonnenen Erkenntnissen versuche ich nun, den schwierigen Begriff der Inspiration in einer allgemeingültigen Definition zusammenzufassen: 

Inspiration ist ein Moment der Kreativität, der etwas Neues in Form einer Idee, eines Auftrages oder einer Lösung zur Folge hat. Inspiration findet spontan statt und kann nicht geplant werden; die Umstände dafür können lediglich optimiert werden. Inspiration bedarf einen der drei folgenden (externen) Impulsgeber: 1. Einfluss (Inspiration von außen); 2. Eingebung (Inspiration von oben); 3. Einsicht (Inspiration von innen). 

Definition von Benjamin Wurster

Die Definition folgt drei Fragen. Der Frage nach dem »Warum?«, der Frage nach dem »Wie?« sowie der Frage nach dem »Wer?«. Zusammen ergeben sie schließlich eine Erklärung für das »Was?«. Zunächst einmal: Welchen Zweck hat Inspiration? Der Grund für Inspiration ist immer entweder der, dass eine neue Idee generiert werden muss, dass eine Lösung für ein vorangegangenes Problem gesucht wird, oder dass ein Auftrag übergeben werden muss. Wenn nicht einer dieser Punkte der Grund für Inspiration ist, kann lediglich von einem Berieselnlassen gesprochen werden. Dieses Berieselnlassen hat dann trotzdem oft (unbeabsichtigt) eine Idee, eine Lösung oder einen Auftrag zur Folge.

Die zweite Frage, die nach dem »Wie?«, erklärt sich eigentlich von selbst. Inspiration kann nicht geplant werden und findet immer in unerwarteten Momenten statt. Man kann sich lediglich in Situationen oder Umgebungen begeben, in denen die Umstände günstiger sind und die Möglichkeit, inspiriert zu werden, wahrscheinlicher ist.

Und schließlich noch die Frage nach dem »Wer?«. Nach der Definition gehört zum Akt der Inspiration immer etwas oder jemand, der einen Impuls gibt. Es beinhaltet immer ein »Einhauchen«, egal woher oder wovon es kommt. Dieser benötigte Impuls kann entweder ein äußerer Reiz sein – also ein Einfluss –, es kann von einer übergeordneten höheren Instanz kommen – also eine Eingebung – oder es kann die Form einer inneren Erkenntnis haben – also einer Einsicht.

Der Einfluss von außen, die Eingebung von oben und die Einsicht von innen heraus bilden also drei Schubladen, in die man jeden Moment der Inspiration stecken kann. Aus diesem Grund widme ich im Folgenden jeder dieser drei Kategorien ein eigenes Kapitel, um das Wissen über Inspiration zu vertiefen und so gegebenenfalls den praktischen Umgang mit ihr zu vereinfachen und zu fördern.

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