Absender und Empfänger bei (Über) Inspiration

Bei Inspiration geht es in erster Linie um das Empfangen von Eindrücken. Wir empfangen ein kleines Bild, ein Wort oder ein Gefühl, werden durch irgendetwas angeregt, und das erste kleine Steinchen gerät in Bewegung. Manchmal bleibt der Stein nach ein paar Metern wieder stehen und hat nur ein wenig Staub aufgewirbelt. Manchmal aber – wenn die Umgebung und die Bedingungen es zulassen – reicht nur die kleine Bewegung eines einzigen Kieselsteins, um eine große Lawine loszubrechen, die nicht mehr aufzuhalten ist. 

Unser Ziel sollte es sein, möglichst viele, möglichst relevante Eindrücke in einer dafür vorbereiteten Umgebung zu empfangen. Eine vorbereitete, inspirierende Umgebung könnte dieser Blog sein. Vermutlich wird er aber eher die Landkarte sein, die einem Orientierung gibt und die es einem einfacher macht, gut funktionierende Umgebungen zu finden – dazu aber später mehr. 

Unser Ziel sollte es, neben dem Empfangen, immer auch genauso sein, andere Menschen mit unserem Lebensstil, unseren täglichen Gewohnheiten und unserem Output zu inspirieren. Wer ein inspiriertes Leben führt, ist immer automatisch auch eine Inspiration für andere.

Inspiration: Das Verhältnis von Absender und Empfänger

Um einen Eindruck zu empfangen, braucht es grundsätzlich immer jemanden, der zunächst den Eindruck versendet. Es brauch jemanden oder etwas, der oder das den Eindruck eingibt. Dieser Absender muss kein Mensch sein – es kann buchstäblich alles sein. Selbst das Wort alles könnte ein Absender für etwas sein. 

Dieser Vorgang der Inspiration kann sehr persönlich sein, wenn der Empfänger der Inspiration seinen Absender gut kennt. Es gibt Dinge, von denen man weiß, dass sie einen immer wieder inspirieren. Dinge, die man so gut kennt, dass sie einen auch erst dadurch inspirieren – weil man sie so gut kennt.

Der Vorgang des Inspiriert-Werdens kann aber auf der anderen Seite auch sehr anonym vonstatten gehen. In vielen Fällen kennt man die Inspirationsquelle nicht, die einem gerade einen Anstoß gegeben hat. Manchmal weiß man zwar, was einen inspiriert hat, woher es aber genau kam, kann man nicht zurückverfolgen. 

Persönliche Nachricht oder anonyme Wurfsendung

Ich vergleiche diesen Gedanken einmal mit dem Empfangen von Post im eigenen Briefkasten. Selbst in der heutigen Zeit gibt es immer noch Menschen, die handgeschriebene Briefe und Postkarten versenden. In der Regel kennt man als Empfänger solcher Briefe die Absender sehr gut und kann auch vieles zwischen den Zeilen entnehmen. 

Viel öfter findet man im Briefkasten aber Sendungen, von denen man den Absender nicht persönlich kennt. Bei Werbeprospekten zum Beispiel weiß man zwar, welche Firma dahinter steckt, kennt aber keine konkreten Personen. Je nach Marketing-Strategie und dessen Erfolg fühlt man sich zwar zu manchen Absendern näher hingezogen als zu anderen, persönlich wird es aber in den wenigsten Fällen. 

Ein weiterer Punkt beim Verhältnis von Absender und Empfänger von Inspiration ist, dass auch der Absender oft nicht weiß, dass er eine inspirierende Nachricht sendet. Um im Bild der Wurfsendungen zu bleiben: Die Absender von regelmäßigen Werbeprospekten schicken ihre Blätter in den meisten Fällen nicht bewusst an jeden einzelnen Haushalt heraus. Diese Vorgänge werden in der Regel soweit automatisiert, dass jeder persönliche Absender nur noch einen winzigen Teilabschnitt der gesamten Sendung mitbekommt.

Inspiriert werden und inspirieren

Inspiration braucht also immer beides: einen Absender und einen Empfänger. Man selbst nimmt dabei immer wieder – bewusst oder unbewusst – beide Rollen ein. Oft tut man dies sogar mit beiden zur gleichen Zeit. Ein Vortragsredner zum Beispiel inspiriert mit seinen Worten das Publikum, während er gleichzeitig selbst von der Situation, dem Ort seines Vortrags oder der Tatsache, dass er sich dazu überwunden hat, vor einer großen Menschenmenge zu sprechen, inspiriert wird.

Oft sind inspirierende Situationen aber auch Auslöser für Dinge, die sich später als sehr inspirierend herausstellen. Man empfängt zuerst und wird später aus dieser Situation heraus zum Absender von Inspiration. 

Ich versende ein paar Karten und werde inspiriert

Falls du es noch nicht wusstest: Heute, am 7. Februar, ist der internationale Schick-einem-Freund-eine-Karte-Tag

Auf diesem Blog bist du als Leser gewissermaßen mein Freund. Ich möchte diesen Tag deshalb zum Anlass nehmen und dir im Folgenden ein paar verschiedene Karten zusenden. Als Autor dieses Blogs möchte ich nämlich nicht ganz anonym bleiben und mich hier ein wenig vorstellen. Vielleicht interessiert (oder inspiriert) es ja den einen oder anderen, was mich dazu motiviert, regelmäßig auf die Absenden-Taste dieses Blogs zu klicken. 

Visitenkarte – Ich stelle mich vor

Mein Name ist Benjamin Wurster. Ich bin Diplom-Kommunikationsdesigner und arbeite seit meiner Studienzeit selbständig in diesem Bereich. Mein Studium habe ich an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart absolviert, wobei ich die Zeit meines Hauptstudiums in der Klasse von Professor Hans-Georg Pospischil verbringen durfte. 

Weitere Informationen zu meiner Person und meiner Ausbildung sowie mehrere Möglichkeiten, mich zu kontaktieren, findest du hier.

Grußkarte – Ich grüße dich

Grußkarten versendet man in aller Regel zu besonderen Anlässen: Geburtstage, Weihnachten, Hochzeiten, Beisetzungen oder Neujahr. Dass du als Leser auf meinem Blog gelandet bist und dich bis zu diesem Punkt durchgeschlagen hast, ist für mich etwas sehr besonderes. – Beste Grüße und vielen Dank! 

Postkarte – Ich berichte von meiner Situation

Ich bin verheiratet mit Tabea und wir haben einen einjährigen Sohn. Wir leben in einer kleinen Stadt, mitten im Schwarzwald in Süddeutschland. Momentan wohnen wir in einem sogenannten Hoffnungshaus; In diesem Haus leben geflüchtete Menschen und Menschen ohne Migrationshintergrund gemeinsam unter einem Dach und unterstützen sich gegenseitig im Alltag. Ich bin gläubiger Christ und davon überzeugt, dass der Heilige Geist auch heute noch eine sehr relevante Inspirationsquelle sein kann. Diese Dinge – und noch einige mehr – inspirieren mich in meinem täglichen Leben.

Warum betreibe ich diesen Blog? Bereits während meiner Diplomarbeit habe ich mich intensiv mit dem Thema Inspiration beschäftigt. Dabei entstand eine Abschlussarbeit, die viele theoretische Texte, Interviews mit bekannten Gestalterpersönlichkeiten und einige praktisch angewandte Arbeiten enthielt. Das Thema lies mich aber auch nach meinem Studium nicht los, sodass ich nun den Entschluss gefasst habe, diesen Blog zu starten.

Ich glaube, dass das Thema Inspiration in unserer heutigen Gesellschaft einen viel zu kleinen Stellenwert einnimmt, vor allem auch in der kreativen Branche. Meine Vision ist es, den Umgang mit Inspiration im Alltag vieler Menschen so zu fördern, dass sie ihre Gewohnheiten anpassen und dadurch zu neuen, besseren Ideen inspiriert werden können.

Falls du regelmäßig »Postkarten« von mir zugeschickt bekommen möchtest – beispielsweise auch immer dann, wenn ein neuer Blogbeitrag erscheint – kannst du dich hier gerne zu meinem Newsletter anmelden. 

Eintrittskarte – Ich schaffe Zugang zu etwas Neuem

Bei Inspiration ist es manchmal so, wie bei einer Musikgruppe, die man neu entdeckt hat. Zuerst hört man einen Song im Radio und findet ihn super, bekommt aber nicht gleich mit, wie die Band heißt, die ihn interpretierte. Ein paar Tage später wird einem zufälligerweise das selbe Lied bei einem Streaming-Dienst vorgeschlagen. Man schaut schnell nach und weiß nun endlich, wie die Musikgruppe heißt. Die Band ist super und entspricht genau dem eigenen Geschmack. Man hört ihre Alben rauf und runter, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem die Lieder nicht mehr neu sind und die Begeisterung ein bisschen nachlässt. 

Ich möchte mit diesem Blog erreichen, dass Menschen die Inspirationsquellen nehmen, von denen sie wissen, dass sie bei ihnen gut funktionieren. Diese sollen dann mit Hilfe von Wissen über Inspiration auf das nächste Level gebracht werden. Das Ziel dieses Blogs ist, einen Zugang zu Inspiration auf mehreren Ebenen gleichzeitig zu schaffen und den Horizont zu erweitern. Um wieder im Bild zu sprechen: Ich will die Studioaufnahmen durch Eintrittskarten zum Livekonzert ersetzen. 

Landkarte – Ich versuche Orientierung zu geben

Eine Landkarte bietet Orientierung an den Orten, an denen man sich nicht auskennt. Um an einem Ort zurechtzukommen, an dem man vorher noch nie war, hat man drei Möglichkeiten: Entweder irrt man solange umher und macht seine eigenen Erfahrungen, bis man einen groben Überblick bekommt;  Man sucht sich jemanden, der sich auskennt und einem sagen kann, wo man hin muss; Man benutzt eine Landkarte. 

Wenn man dann einige Male Zeit in dieser neuen Umgebung verbracht und sich die wichtigsten Anhaltspunkte gut eingeprägt hat, braucht man die Karte hier irgendwann nicht mehr. Man kennt sich gut genug aus. Erst dann, wenn man wieder einen neuen Ort besuchen möchte, braucht man wieder neue Hilfe bei der Orientierung oder viel Zeit. 

Wer sich mit Inspiration nicht auskennt, kann nur hoffen, dass er irgendwann zufällig inspiriert wird, wenn er gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Wer sich nicht auskennt, kann mit manchen Angewohnheiten sogar echte Inspiration verhindern. 

Bei Inspiration ist es genauso, wie bei sonstigen unbekannten Orten. Wer auf der Suche nach Inspirationsquellen nicht nur blind herumirren möchte, muss sich entweder Rat bei jemandem einholen, der in diesem Thema Erfahrung hat, oder er muss sich einen Wegweiser suchen, der ihm die entsprechende Orientierung gibt. 

Dieser Blog soll eine Hilfe dabei sein, besonders inspirierende Umgebungen zu finden und sein eigenes Umfeld zu optimieren. Immer wieder werden hier Beiträge erscheinen, die als Orientierung im Dschungel der Inspirationsquellen dienen sollen. 

Hinter den fünf vorgestellten Karten lassen sich übrigens auch Orte finden, die die Chance, inspiriert zu werden besonders begünstigen: Im beruflichen Umfeld (Visitenkarte), bei besonders emotionalen Ereignissen (Grußkarte), beim Entspannen im Urlaub (Postkarte), auf kulturellen Veranstaltungen (Eintrittskarte) und auf Reisen durch fremde Länder (Landkarte).

Nicht nur der Inhalt einer Landkarte ist für die Suche nach Inspiration von Bedeutung, auch die Karte als Objekt kann inspirierend wirken: Meine Weltkarte Planet Earth ist hier in meinem Shop erhältlich.

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